„Pille danach“ ab 2014 rezeptfrei?


Freigabe umstritten
„Pille danach“ ab 2014 rezeptfrei?

Letzten Freitag hat der Bundesrat den Weg für die Rezeptfreiheit von Levonorgestrel (LNG) als „Pille danach" freigemacht. Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) bedauert diese politische Entscheidung.

Über Anwendung beraten lassen

Ab dem 1. Mai 2014 soll Levonorgestrel (LNG) rezeptfrei erhältlich sein. Der BVF kritisiert, dass diese politische Entscheidung nichts mit der Versorgungsnotwendigkeit zu tun hat. Denn in Deutschland sinken die Abtreibungszahlen, wohingegen in Frankreich und England Abtreibungen doppelt so häufig sind wie hierzulande, obwohl LNG dort bereits frei verkäuflich ist.

„Wir hoffen, dass die Einführung der Rezeptfreiheit nicht zu einer Verschlechterung der Betreuung und Beratung dieser Mädchen und Frauen und damit zu einer Zunahme von Schwangerschaftsabbrüchen führen wird", berichtet Dr. med. Christian Albring, Präsident des BVF. Mädchen und Frauen, die rezeptfrei die „Pille danach“ beziehen werden, sollten sich unbedingt in der Apotheke über die korrekte Anwendung informieren.

Schneller Zugang entscheidend

Die Bundesapothekerkammer begrüßt die rezeptfreie Abgabe der „Pille danach". „Bei der „Pille danach" ist es wichtig, dass sie im Notfall möglichst schnell verfügbar ist. Die wohnortnahen Apotheken mit ihrem niedrigschwelligen und flächendeckenden Nacht- und Notdienst können das leisten“, betont Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Apotheker können die Arzneimittelsicherheit gewährleisten und Verantwortung dafür übernehmen, dass Medikamente nicht missbräuchlich angewendet werden.“

Um eine mögliche Schwangerschaft zu verhindern, sollte Levonorgestrel so schnell wie möglich, spätestens jedoch 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr, eingenommen werden. Erfolgt die Einnahme innerhalb der ersten 24 Stunden, werden bis zu 95 Prozent der Schwangerschaften verhindert. Nach 72 Stunden ist die kontrazeptive Wirkung nur noch sehr niedrig. Auf Grund der kurzen Wirksamkeit ist es wichtig, dass die betroffenen Frauen einen raschen und niederschwelligen Zugang zu dem Notfallkontrazeptivum erhalten.

News

Was tun gegen Cholesterin
Eine Person rührt Eier in einer Schüssel

Diät oder Therapie?

Die Frage beschäftigt Menschen mit zu hohen Cholesterin schon lange: Muss ich bei erhöhten Cholesterin-Werten auf das Frühstücksei verzichten? Und umgekehrt: Reicht eine Diät möglicherweise aus, um die Werte zu senken?   mehr

Zuckermessung zur Lifestyle-Optimierung
Zuckermessung zur Lifestyle-Optimierung

Bringt das was?

Für Menschen mit Diabetes ist es heutzutage normal: die kontinuierliche Messung des eigenen Blutzuckers. Doch ist die Methode auch für Gesunde sinnvoll?   mehr

Ständig Infekte beim Kita-Kind …
Ständig Infekte beim Kita-Kind …

Wie viele sind normal?

Ein bisschen nervig ist es schon: Kaum kommt das Kind in die Kita, geht es los mit den Infekten. Doch wie viele Infekte sind normal – und kann man etwas dagegen tun?   mehr

Rauchen verschlimmert Basedow
Rauchen verschlimmert Basedow

Weg mit der Fluppe!

Menschen mit einem Morbus Basedow müssen im Alltag auf einige Dinge achten. Dazu gehört, mit dem Rauchen aufzuhören – denn Nikotin verschlimmert die Erkrankung. Das gilt besonders für die Augenbeteiligung.   mehr

Menstruationstasse statt Tampons?
Menstruationstasse statt Tampons?

Weniger Kosten, weniger Müll

Menstruationstassen sind praktisch: Sie bieten den gleichen Schutz wie Binden oder Tampons, verursachen weniger Müll und sind auch noch billiger als herkömmliche Hygieneprodukte. Doch wie sieht es mit der medizinischen Sicherheit aus?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Berg-Apotheke
Inhaberin Anja Müller
Telefon 039484/95 10
Fax 039484/9 51 19
E-Mail berg-apotheke-harzgerode@t-online.de