Rückenmuskeln am PC stärken


Die digitalen Trainer kommen!
Rückenmuskeln am PC stärken

Werden wir bald unsere Physiotherapie-Rezepte im Google-Playstore einlösen? Tatsache ist: Die digitalen Trainer für PC und Handy erobern das Gesundheitswesen. Aktuell testet die Techniker Krankenkasse ein Computerspiel für starke Rückenmuskeln.

„Der Trend zum Einsatz von digitalen Helfern nimmt immer mehr an Tempo auf“, berichtet Jörn Simon, Leiter der rheinland-pfälzischen Techniker Krankenkasse (TK). Doch wie sehen die Versicherten diese Entwicklung? Um dies herauszufinden beauftragte die Krankenkasse das Forsa-Meinungsforschungsinstitut mit einer Umfrage. Zwei Drittel der Befragten gingen davon aus, dass Ärzte in zehn Jahren vermehrt Gesundheits-Apps für ihre Patienten nutzen werden. Ein Drittel zeigte sich bereit, selbst an Computer oder Handy für ihre Gesundheit zu trainieren.

TK testet digitalen Trainer für die Rückenmuskeln

„Wir wollen herausfinden, ob und wie eine solche digitale Physiotherapie unter ärztlicher Aufsicht von den Patienten angenommen wird und ob sie auch wirkt“, betont Simon. Zu diesem Zweck rief die TK die Valedo-Studie ins Leben. Im Rahmen des Projekts testen 100 Versicherte mit chronischen Rückenbeschwerden den digitalen Rückentrainer „Valedo“. Das Computerspiel stärkt in zahlreichen Anwendungen und verschiedenen Bewegungsvarianten die Rückenmuskulatur. Falsche Bewegungen erkennt das Programm über Bewegungssensoren am Oberkörper. In einer ersten anonymen Befragung zeigten sich die Versuchsteilnehmer dem Programm gegenüber interessiert und aufgeschlossen.

Training am PC steigert die Motivation

Dr. Oliver Emrich vom Schmerzentrum Ludwigshafen ist für die praktische Umsetzung der Valedo Studie verantwortlich. Er schätzt die digitalen Trainer unter anderem als Motivationshilfe. „Die digitale Anwendung kann Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, die die Bewegungsübungen zu Hause als zu langweilig oder eintönig empfinden, auf eine spielerische Art und Weise für ein gezieltes Rückentraining motivieren“, erklärt der Mediziner.

Quelle: Techniker Krankenkasse

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